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Programm

Parallelsitzungen

  • Donnerstag, 16. März 2017, 11:00 Uhr

  • Qualitätssicherung und Qualitätsstandards in der Seelsorge – Analyse, Genese und Ausblick

    Do, 16.03.2017 , 11:00 Uhr - 12:30 Uhr
    Vorsitz: PR Josef Germeier
    Referenten: Dr. Martin Seidnader
    Ort: Hörsaal C, Klinikum "Rechts der Isar" der Technischen Universität München, Ismaninger Straße 22, 81675 München

    Fragen nach der Qualität seelsorglicher Arbeit werden vermehrt gestellt. Das geschieht nicht zuletzt im Umfeld von Krankenhaus und Gesundheitswesen. Worin liegt die Bedeutung von Qualitätssicherung – für die Kirche als Dienstleister und für diejenigen, die diese Dienste in Anspruch nehmen? Wirken Qualitätsfragen auf die Gestalt des seelsorglichen Grundauftrags zurück? Welche Einsichten lassen sich aus Prozessen zur Standardisierung in der Seelsorge gewinnen? Konkrete Erfahrungen sollen in den Blick genommen werden sowie die ökumenische Vernetzung und aktuelle Entwicklungen.

    Veranstaltungsnummer: 54
  • Krankenhaus als Lernort von Kirche

    Do, 16.03.2017 , 11:00 Uhr - 12:30 Uhr
    Vorsitz: Pfarrer Dr. Christoph Seidl
    Referenten: Prof. Dr. Eberhard Tiefensee, Dr. Hans-Jürgen Marcus, Reinhard Feuersträter
    Ort: Hörsaal B, Klinikum "Rechts der Isar" der Technischen Universität München, Ismaninger Straße 22, 81675 München

    Krankenhäuser gehören (wie auch Kirchgebäude, Friedhöfe etc.) zu den von dem Philosophen Michel Foucault sogenannten "Heterotopien" (Anders-Orten), in denen vieles nicht so läuft wie in den Räumen des Alltags, zu welchen sie aber bei allem Anders-Sein einen Bezug haben: der Alltag erscheint von den Anders-Orten aus gesehen in einem neuen Licht. So ist es nicht verwunderlich, aber wohl noch nicht hinreichend registriert, dass Krankenhausseelsorge zunehmend nicht nur für die dort Arbeitenden und die Kranken zuständig ist, sondern auch eine Anlaufstelle für die Menschen des Alltags "von außen" bildet, die mit ihren Anliegen in kein "Pfarramt" gehen wollen oder können. Angesichts der Vielfalt von Religionen, Weltanschauungen und Lebenseinstellungen von heute, die schwer zu überschauen ist, ist das eine Chance und Herausforderung - mit Ausstrahlung auf die Kirche insgesamt.

    Veranstaltungsnummer: 16
  • Theologische Fundierung der Krankenhausseelsorge

    Do, 16.03.2017 , 11:00 Uhr - 12:30 Uhr
    Vorsitz: Prof. Dr. Traugott Roser
    Referenten: Prof. Dr. Isolde Karle, Prof. Dr. Michael Fischer
    Ort: Hörsaal A, Klinikum "Rechts der Isar" der Technischen Universität München, Ismaninger Straße 22, 81675 München

    In einer sich immer mehr spezialisierenden Welt des Gesundheitswesens und angesichts abnehmender Personalzahlen in den Kirchen werden Fragen nach „Kerngeschäft“ und Profil kirchlicher Seelsorge im Krankenhaus diskutiert. Sind die Erwartungen des Gesundheitswesens (z.B. im Rahmen von Zertifizierung und Dokumentation) kompatibel mit den Vorstellungen und dem Auftrag der Kirchen? Was macht Seelsorge im Krankenhaus spezifisch christlich? Gibt es noch konfessionelle Spezifika in der Krankenhausseelsorge?
    Welchen Einfluss hat die stärkere Einbeziehung von Ehrenamtlichen auf das Selbstverständnis der Krankenhausseelsorge?

    Im Anschluss moderierte Plenumsdiskussion.

    Veranstaltungsnummer: 15
  • Donnerstag, 16. März 2017, 14:00 Uhr

  • Theologie und Medizin im Dialog – Suche nach einem ganzheitlichen Menschenbild

    Do, 16.03.2017 , 14:00 Uhr - 15:30 Uhr
    Vorsitz: Pastor Norbert Groß
    Referenten: Prof. Dr. Dr. Thomas Heinemann, Prof. em. Dr. Johannes Fischer,
    Ort: Hörsaal A, Klinikum "Rechts der Isar" der Technischen Universität München, Ismaninger Straße 22, 81675 München

    Wie kranke Menschen behandelt werden, hängt vom aktuellen Stand medizinischen und pflegerischen Wissens sowie der verfügbaren Technik ab, aber auch vom Menschenbild der Human- und Gesundheitswissenschaften sowie der handelnden Akteure. Seelsorge und Medizin bringen dabei in unterschiedlicher Weise Anspruch auf Ganzheitlichkeit erhebende Menschenbilder ins Spiel. Wobei Ganzheitlichkeit als handlungsleitendes Qualitätskriterium auf breite Akzeptanz stößt, als christliches Markenzeichen jedoch zunehmend in Frage gestellt wird. Seelsorge als spezifische Gestalt von Hilfe, Zuwendung und Begleitung kranker Menschen ist hier in besonderer Weise herausgefordert und nach ihrem Beitrag zu einer „ganzheitlichen“ Sicht des kranken Menschen und einer ihm gerecht werdenden Behandlung gefragt.
    Der Dialog der Referenten wird Basis des gemeinsamen Diskurses über die damit aufgeworfenen Fragen für die Praxis von Seelsorge und Krankenbehandlung im Klinikalltag sein.

    Veranstaltungsnummer: 27
  • Impulse für die Seelsorge aus internationaler Perspektive - Einblicke und Dialog über Strukturen und Praxis der Krankenhausseelsorge in Europa und Nordamerika

    Do, 16.03.2017 , 14:00 Uhr - 15:30 Uhr
    Vorsitz: Dr. Dorothee Haart, Pfarrer Tony-Lothar Jung-Hankel
    Referenten: Pfarrerin Sabine Hofäcker, Prof. Dr. Isabelle Noth, Prof. Dr. Traugott Roser, Prof. Dr. Anne Vandenhoeck
    Ort: Hörsaal B, Klinikum "Rechts der Isar" der Technischen Universität München, Ismaninger Straße 22, 81675 München

    Zur Reflexion der eigenen seelsorglichen Praxis ist ein Blick auf andere Länder aufschlussreich. Andere Gesundheitssysteme und verschiedenartige Finanzierungsmodelle haben Einfluss auf die tägliche Praxis der Krankenhausseelsorge und wirken sich auch auf das Selbstverständnis der Seelsorge aus. Die internationale Perspektive hilft einzuschätzen, wie sich die Krankenhausseelsorge in Deutschland zukünftig weiter entwickeln wird.

    In vier Kurzbeiträgen werden die Referenten Einblicke in die Organisation, Strukturen, Entwicklungen der Krankenhausseelsorge in verschiedenen Ländern (USA und Europa mit Schwerpunkten England, Belgien, Schweiz und Deutschland) präsentieren, Thesen formulieren und zur Diskussion stellen.

    Veranstaltungsnummer: 28
  • Multiprofessionelles Arbeiten

    Do, 16.03.2017 , 14:00 Uhr - 15:30 Uhr
    Vorsitz: Pfarrerin Karoline Labitzke
    Referenten: Prof. Dr. Claudia Bausewein, Dr. Ralph Charbonnier, Volkmar Schmuck
    Ort: Hörsaal IV (Hörsaaltrakt KL), Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, Campus Großhadern, Marchioninistraße 15, 81377 München

    Die vielfältigen körperlichen, psychosozialen und spirituellen Herausforderungen von Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen und ihren Angehörigen können weder von Einzelnen noch von einer Berufsgruppe allein bewältigt werden. Daher ist die Arbeit im multiprofessionellen Team ein zentraler Bestandteil der Palliativbetreuung. Verschiedene Kompetenzen und Erfahrungen können so in der Begleitung zum Wohl der Patienten und ihrer Angehörigen eingesetzt werden. Die Arbeit im Team erleichtert Vieles, ist aber immer wieder eine Herausforderung. Das komplexe Arbeitsumfeld hat auch Auswirkungen auf das Team, für die gesorgt sein will.

    In der Sitzung werden Erfahrungen, Chancen und Herausforderungen multiprofessioneller Zusammenarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt und diskutiert:

    Multiprofessionelles Arbeiten aus Sicht einer ärztlichen EinrichtungsleitungSeelsorge als Teil des Gesundheitssystems!?
    Theologische, kommunikative und organisatorische Aspekte der Mitarbeit in multiprofessionellen Palliativteams
    Chancen und Stolpersteine des Multiprofessionalität aus supervisorischer Perspektive  

    Veranstaltungsnummer: 29
  • Freitag, 17. März 2017, 09:00 Uhr

  • Die Bedeutung des Heils, der Heilung für den christlichen Glauben

    Fr, 17.03.2017 , 09:00 Uhr - 10:30 Uhr
    Vorsitz: Reinhard Feuersträter
    Referenten: Prof. Dr. Reiner Anselm
    Ort: Hörsaal C, Klinikum "Rechts der Isar" der Technischen Universität München, Ismaninger Straße 22, 81675 München

    „Heil und Heilung“ sind zentrale Begriffe in der seelsorgerlichen Arbeit mit Menschen. Wie wir sie füllen, bestimmt wesentlich unsere Perspektive auf die eigene Tätigkeit und auf uns selbst als Seelsorgende im Gesundheitswesen. Leitfragen mit Blick auf das Geheimnis inneren Heils wie äußerer Heilung sind: Was bedeutet Heilsein, was Heilung? Wie sind sie verbunden? Welche Funktion hat Krankheit beim Heil- oder Ganzwerden eines Menschen, was tut sie für uns? Welche Spielräume haben wir als Seelsorger und Seelsorgerinnen im Spannungsfeld zwischen den „getrennten Geschwistern“ Medizin und Spiritualität bzw. Theologie? Wie würdigen wir unsere inneren wie äußeren Grenzen? Wodurch unterstützen wir das Heil- bzw. Ganzwerden eines Menschen, wodurch nicht?

    Veranstaltungsnummer: 17
  • Rolle der Seelsorge bei medizinethischen Fragestellungen

    Fr, 17.03.2017 , 09:00 Uhr - 10:30 Uhr
    Vorsitz: Prof. Dr. Constanze Giese
    Referenten: Prof. Dr. Christof Mandry, Gwendolin Wanderer
    Ort: Hörsaal B, Klinikum "Rechts der Isar" der Technischen Universität München, Ismaninger Straße 22, 81675 München

    Christof Mandry
    Vortrag I:

    Zwischen klinischen Ethikkomitees und Gespräch am Krankenbett - Spannungen in der Rolle des Seelsorgenden bei ethischen Fragestellungen

    Die Rolle der Seelsorgerin im Krankenhaus hat sich durch die Professionalisierung sowohl der Klinikseelsorge als auch der übrigen Berufe im Klinikumfeld deutlich verändert. Zur weiterhin zentralen Begleitung von Patientinnen und Angehörigen am Krankenbett treten weitere Rollen hinzu, wie die der Experten in klinischen Ethikkomitees oder für organisationsethische Konfliktfelder. Diese Rollenvielfalt ist freilich nicht ohne Spannungen und bleibt nicht ohne Anfragen aus den übrigen Professionen. Im Vortrag wird auf die unterschiedlichen Kompetenzen eingegangen, die Seelsorge mit Bezug auf ethische Fragestellungen entwickelt, wie eine ethische Wahrnehmungskompetenz, eine theologisch-ethische Reflexions- und Argumentationskompetenz. Ethik im klinischen Umfeld ist mehr als die Mitarbeit im klinischen Ethikkomitee, sie schließt eine eigenständige Professionsethik der Seelsorgenden, eine Rollenethik als Beraterin und eineSeelsorge-Haltungsethik ein.

    Gwendolin Wanderer
    Vortrag II:

    Hat jeder seine eigene Moral? Herausforderungen durch den Pluralismus

    Im heutigen Krankenhaus finden oftmals schwierige medizinethische Entscheidungen im Setting des Pluralismus statt. Patientinnen und Patienten wie auch das Klinikpersonal haben unterschiedliche weltanschauliche und religiöse Wertvorstellungen. Den sich daraus ergebenden Konflikten kann nicht allein mit Hinweis auf den rechtlichen Rahmen oder mit Fokussierung auf medizinische Kompetenz begegnet werden. Der Vortrag wird unterschiedliche Arten von Konflikten identifizieren und Wege zu ihrer pluralitätssensiblen Bearbeitung weisen sowie die Rolle der Klinikseelsorge in diesem Kontext in den Blick nehmen.

    Veranstaltungsnummer: 55
  • Interkulturelle Entwicklungen und Herausforderungen im Krankenhaus

    Fr, 17.03.2017 , 09:00 Uhr - 10:30 Uhr
    Vorsitz: Pfarrer Tony-Lothar Jung-Hankel, KR Klaus Schmucker
    Referenten: Gülbahar Erdem, Pastorin Dr. Christina Kayales, Prof. Dr. Andreas Heller
    Ort: Hörsaal C, Klinikum "Rechts der Isar" der Technischen Universität München, Ismaninger Straße 22, 81675 München

    Krankenhausseelsorge arbeitet in einer öffentlichen Institution, in der sich gesellschaftliche Entwicklungen und Herausforderungen herauskristallisieren. Sie stellt sich den veränderten kulturellen und religiösen Herkünften der Patient/innen und des Personals. In der Veranstaltung werden die verschiedenen Ansätze interkultureller Seelsorge dargelegt und diskutiert. Aufgrund des großen Anteils von Menschen mit muslimischen Hintergrund wird ein Schwerpunkt auf muslimischer Seelsorge liegen. Inhaltlich stellen sich die Referenten schwerpunktmäßig den Fragen nach Umgang mit Krankheit, Sterben und Tod in den Religionen und Kulturen.

    Veranstaltungsnummer: 56